Bei Entkernung und Rückbau ist der häufigste und gefährlichste Fehler, alte Bausubstanz ohne Prüfung zu bearbeiten. Hier die wichtigsten Punkte im Überblick.
Asbest ist in Deutschland seit dem 31. Oktober 1993 verboten. In allen Gebäuden, mit deren Bau vor diesem Stichtag begonnen wurde, muss mit Asbest gerechnet werden – etwa jedes vierte davon enthält asbesthaltige Materialien. Fest gebundener, intakter Asbest ist bei normaler Nutzung meist ungefährlich; kritisch wird es erst beim Bearbeiten – also genau dann, wenn eine Entkernung ansteht.
Asbest steckt häufig in Fliesenkleber, Putzen und Spachtelmassen, in PVC-Bodenbelägen (Floor-Flex) samt dem schwarzen Bitumenkleber darunter, in Rohr- und Heizungsisolierungen, Nachtspeicheröfen sowie Dach- und Fassadenplatten (Eternit). Weitere mögliche Schadstoffe sind alte Mineralwolle, PCB in Fugenmassen, PAK/Teer in Klebern und Estrich sowie Bleifarben und Bleirohre.
Bohren, schleifen, brechen oder abstemmen verdächtiger Materialien sollte niemand selbst durchführen. Eine echte Schadstoff-Abschottung mit Unterdruck, Personenschleuse und HEPA-Filter sowie die fachgerechte Entsorgung sind gesetzlich geregelte Aufgaben für Fachbetriebe mit Sachkundenachweis nach TRGS 519. Der richtige Ablauf: erst Probenahme und Laboranalyse, dann Sanierung, dann Rückbau.
Seit Dezember 2024 müssen Auftraggeber dem ausführenden Betrieb vor Beginn der Arbeiten das Baujahr und bekannte Hinweise auf Schadstoffe schriftlich mitteilen. Vorhandene Bau- und Auftragsunterlagen bereitzuhalten, beschleunigt die Planung erheblich.
Rund 2–4 Wochen vor dem Termin lassen sich unbedenkliche Schritte selbst erledigen: Bau- und Grundrissunterlagen sowie das Baujahr heraussuchen, persönliche Gegenstände ausräumen, Wertstoffe wie Türen und Metall trennen, Zählerstände notieren, Logistik (Stellplatz, Aufzug, Treppenhausschutz) klären und Nachbarn informieren.
Der komplette Leitfaden enthält zusätzlich den Ablauf am Tag der Entkernung, Hinweise zu Staubschutz und gesundem Arbeiten sowie zur nachhaltigen Entsorgung.
Kostenlosen Leitfaden (PDF) herunterladenRundumRhein übernimmt die kostenlose Einschätzung vor Ort, koordiniert die Schadstoffprüfung, den fachgerechten Rückbau und die Entsorgung mit Nachweis – alles über einen Ansprechpartner.
Jetzt Preis für Entkernung & Rückbau schätzen lassenDieser Beitrag bietet allgemeine Informationen und ersetzt keine Sicherheits-, Rechts- oder Sachverständigenberatung im Einzelfall. Quellen: Umweltbundesamt, BAuA, BG BAU (Stand 2024/2025).